Garda hat knapp 4.100 Einwohner und ist dennoch ein richtiger Touristenmagnet am Gardasee. Auch ich verbrachte während meines Urlaubes zwei Nächte hier. Von meinen Aktivitäten und persönlichen Eindrücken, die der namensgebende Ort des Gardasees bei mir hinterlassen hat, berichte ich dir hier.
Inhalte
Garda liegt am Ostufer des Gardasees und öffnet sich ab hier mit einem weiten Blick auf die Seelandschaft. Die Alpen laufen aus in eine noch hügelige und dann flache mediterrane Landschaft mit Zypressen, Olivenbäumen, Myrten und Oleander.
Land: Italien
Lage: Norditalien, Ostufer Gardasee
Einwohner: rund 4.100
Bezeichnung der Bewohner: Gardesani
Sehenswürdigkeiten & To-dos: u.a. Spaziergang durch die Altstadt, Einkaufen, Hafen, Wanderung auf den Rocca di Garda, Ausflüge in die Umgebung
Nice to know:
Nach drei Tagen in Malcesine ging es für mich weiter nach Garda. Da ich mit Bus und Bahn unterwegs war, suchte ich mir eine passende Busverbindung raus, buchte mit der App "Ticket Bus Verona" ein Ticket und fuhr die kurze Strecke rüber.
Gut zu wissen: Falls du mit öffentlichen Verkehrsmitteln am Gardasee unterwegs bist, findest du hier alle Fahrpläne. Die Ostseite des Gardasees wird vom Busunternehmen ATV Verona bedient und stellt die oben genannte App "Ticket Bus Verona" zur Verfügung, mit der du bequem Verbindungen suchen und Tickets buchen kannst. Zwischen Malcesine und Garda fahren je nach Saison die Linien 484 und 483, sie benötigen etwa 45 Minuten. Ein Einzelticket kostet 3,90 Euro (Stand Februar 2025).
Für Garda am Gardasee habe ich nur einen kurzen Aufenthalt von zwei Nächten im Bike Hotel La Perla gebucht. Auf meiner To-do-Liste standen in erster Linie Ausflüge, denn Gardas Lage erschien mir beispielsweise strategisch sehr gut als Ausgangspunkt für einen Tagesausflug nach Sirmione.
Nachdem ich vom bezaubernden Malcesine geradezu schwärmerisch angetan war, kam mir Garda beinahe wie eine Großstadt vor, obwohl die Einwohnerzahl fast gleich ist. Ich hatte den Eindruck, dass es immer irgendwo vibrierte, Touristen durch Gassen schlenderten, in einem der unzähligen Restaurants saßen oder den Sonnenuntergang betrachteten. Innerlich stimmte ich mich darauf ein, dass dies wohl ein eher touristisch geprägter Aufenthalt werden würde.
In Garda sind mir aber auch zum ersten Mal viele kleine Obsthändler und Straßenstände aufgefallen. Da ich mich unterwegs meistens selbst versorge, statt in Restaurants zu gehen, habe ich Garda jenseits der Touristenpfade nach Supermärkten abgesucht. So kam ich häufig an lokalen Händlern vorbei und konnte mich mit Obst und Wasser eindecken. Einer der Händler war besonders nett und gab mir einfach so Rabatt. In Garda habe ich auch zum ersten Mal die riesigen Becher mit frischem, geschnittenem Obst gesehen, die ich von da an und vor allem in Verona ständig sah. An heißen Tagen genau das Richtige.
Die Altstadt von Garda, das historische Zentrum, ist echter ein Touristenmagnet. In den urigen Gassen findest du unzählige Geschäfte, Restaurants und Eisdielen. Wenn du gerne bummeln gehst oder nach Souvenirs suchst, wirst du garantiert fündig.
Gardas Altstadt zeugt noch heute von seiner Geschichte und dem Reichtum: Du spazierst durch Steintore, über denen Wohnhäuser und sehenswerte Palazzi gebaut sind und erlebst mit jeder Pore historisches Altstadtflair. Für meinen Geschmack allerdings mit kleinen Abstrichen, denn für mich wirkten die engen Gässchen mit all den Shoppingangeboten teilweise ein wenig überladen.
Die Einkaufsstraße Corso Vittorio Emanuele verläuft parallel zur Seepromenade. Von hier aus gehen unter anderem die Straßen Via Spagna, Via Manzoni und die Via dei Sottoportici ab und führen direkt zum Gardasee. Im Prinzip kannst du dich also mit Shoppen, Essen und Müßiggang auf einer der vielen Bänke mit Seeblick abwechseln.
Die hübsche Seepromenade hat mir besonders gut gefallen, wenngleich sich ein Restaurant neben dem anderen reiht. Doch die schier endlosen Restaurants, Cafés und Eisdielen fügen sich ein in das Bild von langen Spaziergängen, den schönen Wegen, dem Betrachten des Sonnenuntergangs oder dem süßen Nichtstun auf einer der vielen Bänke mit Seeblick. Von der Uferpromenade aus kannst du den “Palazzo dei Capitani“ aus dem 15. Jahrhundert bewundern, eine der Sehenswürdigkeiten von Garda.
An der Seepromenade befindet sich auch ein kleiner Hafen sowie ein paar Gehminuten entfernt die Anlegestelle für Fähren. Hier ist zudem die schlossähnliche Villa degli Albertini, die im 16. Jahrhundert gebaut und von neuen Besitzern im 18. Jahrhundert umgebaut wurde. Leider ist sie in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Angeblich sollen die Bademöglichkeiten um Garda die besten am Ostufer des Gardasees sein. Da ich keinen Badeurlaub gemacht habe, kann ich das nicht beurteilen, aber zumindest habe ich bei meinem Spaziergang nach Bardolino viele Badegäste gesehen.
Wie erwähnt, war Garda für mich vor allem interessant, weil ich von hier einen Tagesausflug nach Sirmione und einen Spaziergang nach Bardolino unternehmen wollte. Auch das Hinterland von Garda soll unheimlich schön sein. Falls du mehr Zeit hast als ich, ist das vielleicht für dich ein möglicher Ausflugsort.
Von Garda aus lief ich Richtung Süden entlang der Seepromenade Passeggiata Rivalunga bis nach Bardolino. Die Strecke beträgt ungefähr 3,5 Kilometer. Der Fußweg bietet eine freie Sicht auf den Gardasee, der idyllisch daliegt. Immer wieder gibt es Liegewiesen, feine und grobe Kieselstrände und geeignete Stellen, an denen man im Gardasee schwimmen gehen kann.
Darüber hinaus finden Spaziergänger und Badegäste
kleine Einkehrmöglichkeiten, in denen sie eine Erfrischung zu sich nehmen oder den Sonnenuntergang genießen können. Der Weg ist gesäumt von Olivenbäumen und anderen mediterranen Baumarten. Die Strecke ist recht abwechslungsreich und hat ein großes Stück zu meiner Erholung beigetragen. Wenn du Lust auf solche Spaziergänge und etwas Zeit hast, kann ich dir diesen Miniausflug nur empfehlen.
Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade lässt sich wunderbar
mit einem Sonnenuntergang verbinden. Ich kam pünktlich von Bardolino wieder in Garda an, um mir die goldene Abendsonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Irgendwo habe ich gelesen, dass es in Garda den schönsten Sonnenuntergang am Gardasee geben soll. Ich kann auf jeden Fall verstehen, warum diese Person das geschrieben hat.
Garda ist ein perfekter Ort, um Tagesausflüge in andere Städte zu unternehmen. Von hier aus fahren nicht nur Busse direkt nach Verona, wo es für mich im Anschluss hinging, sondern die Fähren verbinden Garda mit verschiedenen Orten am Gardasee. Für mich sollte es von Garda für einen Tagesausflug nach Sirmione gehen.
Je nach Verbindung
benötigt die Personenfähre zwischen 45 Minuten und rund 1,5 Stunden. Ein Hin- und Rückfahrtticket kostet 19,60 Euro, Einzeltickets sind für 9,80 Euro erhältlich. (Stand Mai 2024). Du kannst es entweder online kaufen oder an einem der Ticketschalter an den Häfen. Mehr Infos findest du auf der
Website von navigazionelaghi. Weitere Fährpläne findest du
hier.
Garda ist ein beliebter Ort bei Touristen am Gardasee. Der Ort ist sehr hübsch, historisch, gepflegt und die Seepromenade meiner Meinung nach die eigentliche Sehenswürdigkeit. Überall gibt es Bänke zum Verweilen mit Blick auf den Gardasee. Für meine Unternehmungen war es genau der richtige Ausgangsort. Natürlich kann man immer noch mehr unternehmen und noch mehr angucken, je nach Zeit, Budget und Vorlieben. Dennoch würde ich für mich sagen, dass zwei Nächte vollkommen gereicht haben, um einen guten Eindruck zu erhalten. Da ich in einem Mai dort war, war es verhältnismäßig ruhig, aber bereits gut besucht.
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